Das Leben seziert....
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Dunkel

Noch immer starre ich ungl?ubig auf den Zettel in meiner Hand. Ich hatte damit gerechnet, dass Dr. Puppenfleisch wieder zu einer neuen, radikalen Therapie aus seiner Forschung greifen w?rde, aber das?

"Ich wei? nicht, ob ich schon soweit bin, Doktor" hatte ich versucht ihm zu erkl?ren.
"Hmm, hmm" brummte der glatzk?pfige Mann im wei?en Kittel "Da m?gen Sie ja recht haben, mein lieber Herr Penrath, jedoch ist es ein notwendiger Schritt, um nicht v?llig aus dem Leben zu gleiten. Verstehen Sie das Zusammenspiel von ?ber- und Unterversorgung? Aus medizinischer Sicht gilt es einen stabilen Gleichgewichtszustand herzustellen und Ihre Phase der Unterversorgung h?lt nun schon bedenklich lange an, mein Freund. Wir m?ssen etwas unternehmen!
Noch immer blickte ich skeptisch ?ber den Schreibtisch zu ihm hin.

"Aber Sie wissen doch, wie ich reagiere! Sie haben die Auswirkungen des menschlichen Heroins doch selbst beobachten k?nnen und w?ren Sie mit Ihren Kollegen nicht noch rechtzeitig gekommen und eingeschritten?
Ich meine, wir sprechen hier nicht ?ber Devirate, sondern von reiner Substanz!"
"Penrath, so beruhigen Sie sich doch! Alles geschieht in einer kontrollierten Umgebung. Eine meiner geschulten Fachkr?fte wird Sie ?berwachen und im Falle eines Falles stets eingreifen k?nnen. Ich bin mir sicher, dass dies der n?chste und notwendige Schritt ist. Vertrauen Sie mir!"

Ich wollte etwas erwidern, doch die Worte blieben mir im Halse stecken. Ich war kraftlos, konnte nicht mehr debattieren. Au?erdem, ich befand mich nun schon so lange in Puppenfleischs Behandlung und stets hatte ich ihm vertraut. Z?gernd nickte ich schlie?lich, woraufhin er mir einen rosafarbenen Rezeotzettel ?ber den Schreibtisch zuschob, dessen Aufdruck ich mir jetzt, da ich wieder auf der Stra?e vor der kleinen Praxis stand erneut betrachte.
In klarer Druckschrift steht geschrieben:

'I was looking for an end to this, for some kind of closure
Time moved so rapidly, I had no hope
of keeping track of it
I thought of my friends who had died of exposure
And I remembered other ones who
had died from the lack of it'



Ich schluckte und ging sodann in das wabernde Grau der Stadt, um mich vorzubereiten...
22.2.06 14:21


Ein verhei?ungsvoller Komet
der Schweif leuchtend in der Nacht
Hast du mir zuerst die Hoffnung
Und dann den Tod gebracht
21.2.06 23:33


Für die Pessimisten und Misantrophen unter uns:

Bin ich eigentlich der einzige Mensch, den es irgendwie freuen w?rde, wenn dieser d?mliche Streit um gewisse Karrikaturen zu nem Krieg mit richtig sch?ner Eskalation in den nuklearen Bereich f?hren w?rde?

NUKLEARER WINTER! - Menschheit ausgel?scht wegen Streit um Darstellungen des Propheten Mohammeds!

Ich f?nde, das w?rde von wahrer Ironie des Schicksals zeugen...
9.2.06 22:51


Dr. Puppenfleisch hatte wirklich ganze Arbeit geleistet. Schon allein der Anblick der silberfarbenen Katusche, in dem sich die kleine, einzelne Ampulle befand lie? meinen Puls merklich schneller schlagen.Gierig leckte ich meine Lippen w?hrend ich mit zittrigen H?nden den Glaszylinder aus der Katusche schraubte. Voll Wonne beobachtete ich die honigfarbene Fl?ssigkeit, die z?h und dickfl?ssig hin und her schwappte.
Nektar!

Wieder gingen mir die Worte des Doktors durch den Kopf:

"Seien Sie vorsichtig! Es befindet sich alles noch in der Testphase und ich kann nur sehr begrenzt absch?tzen, wie sich die Substanz auf den menschlichen Metabolismus auszuwirken vermag." lispelte Doktor Puppenfleisch vor meinem geistigen Auge. "sind Sie sicher, dass Sie diesen Selbstversuch unternehmen wollen? Gewiss, Sie w?rden der Wissenschaft einen gro?en Dienst erweisen, aber...
"V?llig sicher, mein lieber Puppenfleisch, v?llig!" unterbrach ich ihn barsch und fuhr, auf meine riesigen Augenringe deutend, fort:
"Sehen Sie mich an! Ich habe seit Wochen nicht geschlafen, ern?hre mich t?glich lediglich von zwei trockenen Toast und Kaffee; Alkohol und Zigaretten tun ihr ?briges!
Puppenfleisch, ich habe alles verloren und Sie und ich, wir beide, wissen, dass nur dieses Destillat da die einzige Hoffnung auf Linderung birgt, ob es nun wirkt oder nicht!"

"Oh, dass es wirkt, dessen bin ich mir sicher, absolut sicher, mein lieber Herr Penrath! Ich sagte doch, dass ich Durchbr?che bei der Produktion des menschlichen Heroins gemacht habe die enorm sind, um nicht zu sagen vor kurzem nicht vorstellbar gewesen w?ren. Ich m?chte fast von einhundertprozentiger Substitution sprechen; ... jedoch die Nebenwirkungen, Penrath, verstehen Sie?"

"Aber Sie selbst haben mir doch versichert, Doktor, dass die Gewebeproben, welche ich Ihnen brachte, von herausragender Qualit?t sein! Was soll denn schief gehen? Sie sollten wirklich mehr Vertrauen in Ihre Arbeit haben, Doktor!"

Mit nachdenklichem Blick sprach Doktor Puppenfleisch mit einem Tonfall in dem man sonst nur kleinen Kindern die Welt zu erkl?ren versucht auf mich ein:

"Gewiss, gewiss und Ihr Vertrauen ehrt mich, doch begreifen Sie, die Essenz eines Menschen, den Charakter, seine Pers?nlichkeit, all diese Schlacken die uns von ihm abh?ngig machen in ihre Reinform zu destillieren, zu binden und in Kombination mit stark halluziogenen und euthymogenen Chemikalien applizierbar zu machen k?nnte nicht nur schwierig sein, nein, sondern auch mit erheblichen Nebenwirkungen einhergehen." Und wie er mich mit sorgenvollen Blick musterte, seufzte der kleine Mensch im Arztkittel vor mir und f?gte, mir das Wort zur Widerrede unterbindend, resignierend hinzu: "Aber ich sehe, Ihr Entschluss steht fest. Nun gut. Aber seien Sie um Himmel Willen vorsichtig!"


Meine H?nde zittern noch immer wie ich vorsichtig meinen Unterarm desinfiziere und die Einwegspritze pr?pariere. Die honigfarbene Fl?ssigkeit funkelt im Schein der Kerzen golden und verhei?ungsvoll und ich fasse all meinen Mut zusammen. Noch einmal atme ich tief durch und ziehe dann die Spritze auf. Ich tue all das hier ja nur f?r die Wissenschaft, raune ich sarkastisch dem ansonsten finsteren Raum zu.
Ich beisse die Z?hne aufeinander und steche zu. Trotz meiner bebenden H?nde findet die Nadel behutsam ihren Weg in die Vene und ganz langsam spritze ich zun?chst ein wenig des menschlichen Heroins.


F?r einen Moment scheint die Zeit still zu stehen. Dann, zun?chst ganz unmerklich, beginnt die Welt schneller zu drehen und mit jeder Rotation schwappt eine bunte Farbwelle auf mich zu. Ein warmes Gef?hl durchflutet mich mit jedem Auftreffen der Wellen. Dieses wohlbekannte Kribbeln!
Entschlossen setze ich mir den Rest des menschlichen Heroins, schnell presse ich die Z?hne aufeinander, dr?cke die goldene Fl?ssigkeit durch die Kan?lle und im Nu ist sie verschwunden.
Was darauf folgt, l?sst mich nach Luft ringen. Unwillk?rlich fasse ich mir an den Hals. Soviel, so unvorbereitet!

Das Dunkel des Zimmers erscheint mir pl?tzlich wie eine Nacht unter freiem Sternenhimmel.

Die Sterne - deine Augen.

Der Himmel - deine Ber?hrungen.

Der Wind - dein Lachen auf meiner Haut.

Ringsumher erheben sich aus einem Blumenmeer Schmetterlinge und flattern mir um Nase und Augen, kitzeln mich und ich lache pl?tzlich herzhaft, als ich deinen Geruch wiedererkenne.

Wild tanze ich umher und lache wie eigentlich nur ein Kind zu lachen vermag als ich dich f?hle. Du durchflutest jede Zelle meines K?rpers, nein, du durchdringst das ganze Universum, erf?llst es mit deinem Geist, deinem Charme.
Ich strecke die Arme aus und will dich umfassen, das Gef?hl und die W?rme tief in mir in die Arme schlie?en. Ich will mich der ganzen Welt entgegenwerfen und ihr sagen, wie sehr ich sie durch dich allein liebe!

Als ich wieder zu mir komme, sehe ich zun?chst meinen blutverschmierten Arm. Ich muss gest?rzt sein und dabei die Nadel der Spritze abgebrochen haben. Unter der Schnittwunde w?lbt sich noch ein St?ck der metallernen Kan?le, doch der Schmerz den ich f?hle dringt nicht zu mir durch. Auch bin ich nicht entsetzt ?ber meine blutverschmierte Kleidung, die rote Lache zu meinen F??en.
Kein Schmerz.
Nur Angst.
Erst jetzt bemerke ich, wie sehr ich zittere. Ich friere. Eine unglaubliche, alles verschlingende Leere kriecht pl?tzlich aus der finstersten Ecke meines Zimmers auf mich zu, h?llt mich in ihrer schweren, schwarzen Masse ein und erdr?ckt mich, dass mir langsam die Luft wegbleibt. Etwas Warmes l?uft mir aus dem Mund ?ber die Lippen w?hrend ich mich zusammenkauer und nur noch wimmern kann.
Diese Leere! F?r einen Moment hatte ich die ganze Sch?nheit der Welt greifen k?nnen, nur um dann zu sehen, dass alles nur Schaum und Trugbild ist. Puppenfleischs Substanz hatte unglaubliches in mir ausgel?st und doch war es nur ein hohles Abbild der Wirklichkeit, nicht zu fassen und fl?chtig...

Doch wenn ich mich nur genug anstrengen k?nnte? Wer wei?, vielleicht k?nnte ich den Traum und Wahn zwingen zu verharren?

Zu meiner Rechten wird die Zimmert?r aufgestossen, jemand ruft etwas. Ein kleiner Mann im wei?en Kittel, den ich erst nach viel zu langer Zeit als Puppenfleisch erkenne, kniet neben mir, weitere M?nner folgen ihm. Die Welt aus Finsternis um sie herum wirkt immer bedrohlicher und die schwarze Leere legt sich noch schwerer auf mich nieder.
Sie will mich t?ten! Panik steigt in mir auf! Ich versuche gestikulierend Puppenfleischs Aufmerksamkeit zu erregen, doch mein Arm bewegt sich keinen Zentimeter. Stattdessen werde ich mit einem stechenden Schmerz durch die abgebrochene Nadel in meinem Arm belohnt, so dass ich sofort alle weiteren Kommunikationsversuche unterlasse.
W?rgend legt sich nun der Griff der Dunkelheit auf meinen Hals. Bald w?rde es vorbei sein. Gegen diese Macht habe ich keine Kraft zu bestehen.


Pl?tzlich bemerke ich ?ber mir eine Bewegung. Ein kleines Flackern in der Dunkelheit. Ein Schmetterling! Mit seinen bunten Fl?geln kitzelt er mir erneut das Gesicht und l?sst sich sodann neben meinem Ohr nieder.

Mit einer leisen, s?uselnden Stimme beginnt der Schmetterling mit mir zu sprechen: "Hab keine Angst! Wenn du jetzt tust, was ich dir sage, kannst du gerettet werden. In der Welt der Finsternis bist du verloren. Selbst wenn sie deinen K?rper retten k?nnen, dein Herz ist zerbrochen. Wenn du aber mir folgst, so kannst du dich wenigsten noch an deinen Erinnerungen erfreuen! Schnell, beeil dich! Lass dich fallen, lass alles von dir abfallen. Du musst ganz schwerelos werden!"
?ber mir taucht eine merkw?rdige Form auf, die sich auf mein Gesicht legt und ich brauche eine Zeit, die mir wie Stunden vorkommt, um sie als eine Sauerstoffmaske zu erkennen, die Puppenfleisch mir auf das Gesicht dr?ckt.
Die M?nner, welche den Doktor begleitet hatten, legen mich auf eine Trage und heben mich hoch. Schwankend beginnen wir uns zu bewegen.

"Schnell!" die Stimme des Schmetterlings klingt besorgt "Lass dich fallen! Folge mir in den Rausch und lass die Dunkelheit hinter dir. Hier bist du nur verloren."
Zaghaft zun?chst versuche ich der Trage zu entgleiten. Pl?tzlich dringt der Schmerz immer intensiver zu mir durch. "Lass dich fallen!" t?nt es erneut an meinem Ohr. Ich tue wie mir gehei?en und tats?chlich scheine ich pl?tzlich, ganz sacht und doch f?hlbar leichter zu werden und ?ber mir selbst, das hei?t meinem K?rper zu schweben.
"So ist es gut! Und jetzt hier her!" Mein Blick folgt dem Schmetterling und ich taste mich ihm nach. Immer leichter f?llt mir die Bewegung durch den Raum und wie rings um mich die Blumen wieder auftauchen, mehr und mehr Schmetterlinge sich zu uns gesellen, blicke ich zur?ck und sehe, wie Puppenfleisch und seine M?nner mich hektisch in einen Krankenwagen schieben.
"Herzstillstand!" ist das letzte Wort, welches ich von ihnen wahrnehme, bevor ich von der W?rme und dem Farbrausch ?bermannt werde.



7.2.06 01:15


-Je ?lter ich werde, umso mehr m?chte ich missfallen.-
2.2.06 16:33


Eine Nachricht von Gott:
GEHEN SIE ZUR?CK AUF 'LOS!', ZIEHEN SIE KEINE 4000 EURO EIN UND VERRECKEN SIE ENDLICH!!!
1.2.06 22:11


Dein Zuwenig und mein Zuviel,
Mein Zuwenig und dein Zuviel.
1.2.06 20:53


Hast du Angst vor dem Oktober?

J
A ?
N ein?

30.1.06 23:44


Moderne Tantalusqualen:

Starr in der gegenwart gefangen zu sein und zuschauen zu m?ssen, wie die Vergangenheit die Zukunft auffrisst.

25.1.06 12:38


Winter


Fein fliegt der Kristallstaub meiner Selbst

Durch die Kanten und Spitzen des Eisblumensmeeres

Schneidend das Leben

Tanzend die Flocken

Immerw?hrendes Taumeln durch das blendende Wei?

des Winters in meinem Herzen

24.1.06 19:51


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